Leitfaden zur 3-Draht-Gewindemessung

Die nachfolgenden Informationen und Berechnungshilfen können Sie sich hier als Excel-Datei per Email zuschicken lassen.

Alle Berechnungsgrundlagen und Informationen dieses Leitfadens wurden von uns in Anlehnung an die EURAMET/cg-10/v.01 vom Juli 2007 und einige in der Praxis gebräuchlichen Verfahren sorgfältig zusammengestellt. Die Auswahlhilfen für geeignete Prüfdrahtdurchmesser orientieren sich an der DIN 2269 : 1998-11. Dennoch sind Irrtürmer, Fehler oder Änderungen nicht auszuschließen. Hierfür übernehmen wir keinerlei Garantie, Gewährleistung oder Haftung. Für die Eignung der gewählten Messmittel und Verfahren sowie deren korrekten Umsetzung ist alleine der Anwender verantwortlich. Wir empfehlen Ihnen die Beachtung der jeweils aktuellen Richtlinie EURAMET/cg-10 (ehemals EA-10/10; deutsche Übersetzung der Schweizer Akkreditierungsstelle SAS: "Leitfaden für die Bestimmung des Flankendurchmessers von parallelen Gewindelehren durch mechanische Prüfung", Dokument Nr. 211.dw), relevanten Normen und Fachliteratur zu diesem Thema.

Die Dreidraht Gewindemessung:

Das Dreidraht-Messverfahren ist eines der präzisesten Verfahren zur Bestimmung des Flankendurchmessers von Gewinden.

Die M+T-Gewindemessdrähte mit Haltern kombinieren dieses Verfahren mit einem einzigartigen Anwendungskomfort, höchster Messsicherheit und optimaler Wirtschaftlichkeit.

 





Die passenden Messdrähte positionieren sich von selbst, nachdem sie mit dem Halterpaar durch die integrierten Federringe auf der Spindel der Messschraube fixiert wurden.

Mit den nachfolgenden Auswahl- und Berechnungshilfen wird Ihnen die Anwendung in der Praxis zusätzlich vereinfacht.

einfach in der Anwendung -
hochpräzise im Ergebnis

Auswahl geeigneter Messdrähte:

Die Gewindemessdrähte müssen theoretisch so groß sein, dass Sie genau am Flankendurchmesser des zu prüfenden Gewindes anliegen (siehe auch DIN 2269 : 1998-11 / Tabelle B.1). Der günstigste Messdrahtdurchmesser wird z. B. wie folgt berechnen:

In der Praxis arbeitet man in sehr vielen Fällen mit einer Abstufung der Gewindemessdrahtdurchmesser nach der sogenannten Gewindemessdrahtreihe nach Zeiss. Diese finden Sie in der DIN 2269 : 1998-11 / Tabelle B.2. Die nachfolgende Tabelle wurde in Anlehnung an diese DIN erstellt.

M+T-Gewindemessdrähte mit Haltern im Satz mit den gängigen Durchmessern der Zeiss-Reihe

 

Nenndurch-
messer
dD [mm]
Metrisches
ISO-Gewinde
nach den Normen
der Reihe DIN 13
Steigung P [mm]
Withworth- und Withworth-
Rohrgewinde nach
BS 84 : 1956,
DIN 2999-1, DIN ISO 228-1

Anzahl der Teilungen
auf 25,4 mm
Unified-Gewinde
UN, UNC, UNF, UNEF
nach
ANSI/ASME B 1.1 : 1989

Anzahl der Teilungen
auf 25,4 mm
Trapez-
gewinde nach
den Normen der
Reihe DIN 103

Steigung P [mm]
0,170,25 0,3 -  - -
0,195 -   -  80 -
0,22 0,35   -  72 -
0,25 0,4   -  64 -
0,290,45 0,5 -  56 -
0,335 0,6   40 48 44-
0,39 -  -  40 -
0,4550,70,750,8 -  36 -
0,53 - 32 2832 28-
0,62 1 26 24 24 -
0,725 1,25 222019 20 -
0,895 1,5 18 1618 161,5
1,1 1,75  14 14 132
1,35 2 12 1112 11-
1,65 2,5 10 910 93
2,053 3,58 78 74
2,554 4,5 6  6 5
3,25 5,55 5 6
4 6 4  4 7    8
5,05 8 * 3       2 7/8 - 9    10
6,35 - 2 5/8  - 12
* E DIN ISO 261

Berechnung der Prüfmaße:

Mit den nachfolgenden Tabellen können Sie näherungsweise für die Gewindemessung von Außengewinden nach der Dreidraht-Methode bei einer bekannten Gewindespezifikation die Prüfmaße berechnen und ausdrucken. Die zu prüfenden Gewinde müssen dabei mindestens folgende Voraussetzungen erfüllen:

zylindrische Form, d. h. parallele Gewinde / gerade Flanken / positive Flankenwinkel / eingängig



Bekannte Größen
(bitte im weißen Tabellenbereich eingeben):
Steigung P [mm]
Flanken-Ø d2 max. und d2 min. [mm]
Flankenwinkel α [°]
Pruefstift-Ø dD [mm] (nach Zeiss-Reihe oder sep. Berechnung)
(nach vollständiger Eingabe erscheinen die berechneten Werte, siehe Beispiel für Gewinde M3)

Zu ermittelnde Größe
(werden im schwarzen Tabellenbereich angezeigt):
Pruefmass M1 max. und M1 min. [mm] (ohne Anlagekorrektur)
Messdrahtanlagekorrektur δ [mm] (anhand Näherungsformel)
Pruefmass M2 max. und M2 min. [mm] (mit Anlagekorrektur δ)



Berechnung des Pruefmasses M1:
Ohne Berücksichtigung der Messdrahtanlagekorrektur und der Messdrahtabplattung

Näherungsberechnung und Berücksichtigung der Messdrahtanlagekorrektur δ:
Nährungsberechnung für symmetrische Gewinde mit einem kleinen Steigungswinkel und nicht zu steilen Flanken (in vielen Fällen ausreichend)

Korrekturen für eine mögliche Messdrahtabplattung und Messunsicherheitsbetrachtungen werden zur Vereinfachung in den nachfolgenden Tabellen nicht berücksichtigt.

Gewinde P
[mm]
d2 max.
[mm]
d2 min.
[mm]
α
[°]
dD
[mm]

M1 max.
[mm]
M1 min.
[mm]
δ
[mm]
M2 max.
[mm]
M2 min.
[mm]
M2 - d2
[mm]

 

Ermittlung des Flankendurchmessers d2 anhand des gemessenen Prüfmasses M:
Durch Umstellung der oben dargestellten Berechnungsgrundlagen kann für eine bekannte Gewindespezifikation auf Basis des gemessenen Prüfmasses M der Flankendurchmesser berechnet werden. Hierzu dient die folgende Tabelle (Prämissen und Berechnungsgrundlagen wie oben).

GewindeP
[mm]
α
[°]
dD
[mm]
M [mm]
gemessen
d2 [mm]
ohne δ
δ
[mm]
d2 [mm]
mit δ